Zweite siegt in Ubbedissen – Fünfte gewinnt das Vereinsduell

In der 2. Runde der Verbandsliga OWL erreichte die 2. Mannschaft einen hart erkämpften 4,5 : 3,5-Erfolg beim SV Ubbedissen und damit nach der knappen Erstrundenniederlage zwei wichtige Mannschaftspunkte im Kampf um den Klassenerhalt. Danach hatte es im Vorfeld nicht unbedingt ausgesehen, denn bei uns fehlten einige Stammspieler, so dass die Bielefelder Vorstädter an den meisten Brettern ein deutliches DWZ-Übergewicht aufweisen konnten.

Als erstes war die Partie von Hauke Schiemann (Brett 1) beendet, der in einer von taktischen Möglichkeiten geprägten Partie gute Gewinnchancen hatte, den Gegner aber entwischen ließ und schließlich durch Zugwiederholung ein Remis forcierte. Nicolas Gadhöfer (Brett 7) war ebenso wie Jannes Kiner (Brett 8) als Ersatzspieler eingesprungen und unterlag, doch Jannes sorgte für den Ausgleich; sein Gegner ging nach einem Bauerngewinn im Mittelspiel im Endspiel mit dem Schlagen eines zweiten Bauern in eine geschickt gestellte Falle, mit der Jannes (eigentlich nur) ein Remis durch Dauerschach erzwingen wollte. Bei dieser Abwicklung fand der Bielefelder indessen nicht den richtigen Verteidigungszug und stand vor einem „bundesligareifen“ Matt, dem er durch Aufgabe zuvorkam.  

Michael Trompeter (Brett 3) kam gut aus der Eröffnung und versuchte, aus einem Freibauern Kapital zu schlagen; der kam allerdings nicht voran, während der Gegner zwei Bauern auf dem Damenflügel einsammelte und die Partie schließlich mit einem Turmgewinn für sich entscheiden konnte.  Thorsten Kosfeld (Brett 5) bekam nach turbulentem Partieverlauf ein Endspiel mit einer Mehrqualität aufs Brett, sah aber angesichts der stabilen Verteidigungsstellung des Gegners keine Gewinnaussichten und gab die Partie remis. Richard Müller (Brett 6) schaffte den Ausgleich; er ging mit einem Mehrbauern ins Endspiel und hatte nach dem Abtausch der letzten Türme eine gewonnene, wenngleich komplizierte Stellung. Ein ungenauer Zug hätte dann doch noch zum Remis führen können, doch der Gegner nahm die Chance nicht wahr und musste zwei Züge später aufgeben. Silas Schlüter (Brett 4) bekam in einem Schwerfigurenendspiel starken Angriff, doch der Gegner hielt die teilweise unübersichtliche Stellung zusammen, und nach Abtausch der Damen ergab sich ein ausgeglichenes Doppelturmendspiel, das nach mehr als 70 Zügen remis gegeben wurde.

Inzwischen hatte Ingo Gellendin (Brett 2) ein leicht vorteilhaftes Leichtfigurenendspiel auf dem Brett, doch die zähe Verteidigung des Gegners war schwer zu knacken. Nach dem Remis an Brett 4 entschloss er sich trotz starker Zeitnot zu einem Figurenopfer, das ihm zunächst zwei und später drei Freibauern einbrachte. Um diese aufzuhalten, gab der Gegner das geopferte Material zurück, doch im anschließenden Bauernendspiel hatte Ingo den aktiveren König, was den Gegner im 74. Zug zur Aufgabe veranlasste.

In der Bezirksklasse Hellweg kam es in der 1. Runde zu einem mit einigen jungen Talenten gespickten Soester Vereinsduell, wobei sich die 5. Mannschaft mit 4 : 2 gegen die eigene Vierte durchsetzen konnte.

Für die 5. Mannschaft punktete als Erster Taksha Solanki (Brett 4) gegen Maximilian Schattkowsky der bei einer Fesselung den rettenden Zug nicht fand. Günther Krambeck (Brett 2) erhöhte gegen Eric Eickhoff auf 2 : 0; nach einem Läufereinschlag in die Rochadestellung inszenierte er einen erfolgreichen Königsangriff. Bianca Homfeldt (Brett 6) schaffte dann den „Anschlusstreffer“ für die Vierte; gegen Janis Schmits gewann sie durch eine Springergabel die Dame und damit auch die Partie. Willi Kollmann (Brett 5) sorgte gegen Anton Weber für den Ausgleich, bevor Markus Flüchter gegen Marc Eickhoff am Spitzenbrett die Fünfte wieder in Führung brachte; in einer scharfen Partie baute er unter Inkaufnahme von Materialverlust einen starken Königsangriff auf, der ihm einen Turmgewinn einbrachte und damit die 3:2-Führung. Schließlich konnte Lukas Kuithan (Brett 3) noch auf 4 : 2 erhöhen; Michael Quernheim kam nach einem Bauernverlust unter Druck, und Lukas baute seinen Vorteil konsequent bis zum Partiegewinn aus.

Vor dem Spiel stellten sich beide Teams dem Fotografen Michael Quernheim; erste Reihe von links: Markus Flüchter, Bianca Homfeldt, Eric Eickhoff, Marc Eickhoff, Willi Kollmann, Günther Krambeck; dahinter von links: Anton Weber, Maximilian Schattkowsky, Taksha Solanki, Janis Schmits und Lukas Kuithan.