Unsere Erste startete mit einem glücklichen 5 : 3-Erfolg gegen die SG Turm Rietberg in die Regionalligasaison, während die „Dritte“ mit 3 : 4 knapp und eher unglücklich gegen den SK Bad Lippspringe verlor.
Den ersten halben Punkt für die Erste holte Hauke Schiemann am achten Brett, wo die Spieler sich schon nach 17 Züge auf ein Unentschieden einigten. Anschließend gingen die Gäste aus Rietberg in Führung, denn Roland Breker (Brett 2) schlug einen vergifteten Bauern und verlor dabei eine Leichtfigur, was ihn zur Aufgabe veranlasste. Tobias Tscheuschner (Brett 1) bekam nach einer zeitweise verwickelten Partie ein ausgeglichenes Endspiel auf das Brett, das folgerichtig remis gegeben wurde.
Am dritten Brett kam dann Hendrik Hündlings aufgrund einiger schwacher Felder unter Druck; der Gegner bekam einen starken Angriff und stand auf Gewinn. Gegnerische Fehler brachten Hendrik dann zurück in die Partie, und der Gegner gab auf, als sich für ihn ein Materialverlust abzeichnete.
Marcel Gérard (Brett 4) kam mit einem Freibauern aus der Eröffnung und bekam durch genaues Spiel ein materiell ausgeglichenes Turmendspiel aufs Brett, das dank seines aktiven Königs und des vorgerückten Freibauern gewonnen war. Der Gegner musste schließlich den Turm für den Bauern geben und gab einige Züge später auf.
Viktor Dongash (Brett 5) hatte inzwischen – nach einem Bauernopfer in der Eröffnung – ein trotz eines Minusbauern ausgeglichenes Leichtfigurenendspiel erreicht. Nach einem Fehlzug verlor er jedoch einen zweiten Bauern und stand plötzlich auf Verlust, nutzte dann aber einen Fehler seines Gegners und räumte unter Springeropfer alle gegnerischen Bauern ab, so dass die Partie remis endete.
Simon Schröder (Brett 6) erhöhte auf 4,5 : 2,5; er kam mit einem Mehrbauern aus der Eröffnung und stand fast durchgehend besser – hatte zwischendurch aber Glück, dass der Gegner ein Turmopfer ausließ, das in sechs Zügen ein Matt erzwungen hätte. Im Endspiel hatte Simon zwei starke Bauern für eine Qualität und setzte sich schließlich durch.
Am siebten Brett von Thomas Enste gab es (wieder einmal) eine komplizierte Partie mit haarsträubenden Verwicklungen zu sehen, in der die Gewinnchancen wiederholt und bis ins Endspiel hinein die Seite wechselten. Nach 76 Zügen waren dann keine Gewinnoptionen mehr zu sehen, so dass die Partie remis gegeben wurde.
In der Begegnung der „Dritten“ gegen Bad Lippspringe gab es Aufstellungsprobleme, so dass beide Teams das dritte Brett nicht besetzten und der SV Soest zudem durch Nicolas Gadhöfer (Brett 4) zu einem kampflosen Punkt kam. Klaus Vatter (Brett 2) gewann, doch Linus Schiemann (Brett 7) unterlag, und bei Benedikt Ungerland (Brett 5) kam es zu einem Geräusch des Mobiltelefons, so dass auch hier der Punkt an die Gäste ging. Gunnar Herppich (Brett 6) berechnete einen Abtausch nicht richtig, was ihn einen Turm und letztlich die Partie kostete. Lukas Kuithan (Brett 8) hatte zeitweise zwei Mehrbauern, doch er übersah eine Springergabel, die ihn spielentscheidendes Material kostete. Bernd Allenberg (Brett 1) erhielt eine aktive Stellung und belagerte geduldig die Schwachpunkte des Gegners; als er schließlich vor spielentscheidendem Materialgewinn stand, gab der Gegner auf.
