VL: Knapp gegen den Tabellenzweiten verloren

In der 7. Runde der Verbandsliga OWL verpasste unsere Zweite eine weitere Überraschung, denn das Auswärtsspiel beim SV Ennigerloh-Oelde ging knapp mit 3,5 : 4,5 verloren. Die Gastgeber gingen nach den DWZ-Ratings als Favorit in die Begegnung und boten u. a. drei „Zweitausender“ auf, einen davon als „Edelreservisten“ am siebten Brett. Wir mussten zudem wegen eines kurzfristigen Ausfalls den Punkt am dritten Brett kampflos abgeben.

Doch Hendrik Hündlings (Brett 5) sorgte alsbald für den Ausgleich; die gegnerische Dame musste nach einem verfrühten Ausflug schon im 10. Zug das Brett verlassen, und nur fünf Züge später wurde der Gegner mattgesetzt. Silas Schlüter (Brett 4) gewann nach einem gegnerischen Fehlzug eine Qualität und machte konsequent weiter Druck, bis der Gegner weiteren Materialverlust nicht mehr vermeiden konnte und aufgab. Bei Matthias Hüskes-Becker (Brett 8) gab es einige taktische Feinheiten zu sehen, doch einen signifikanten Vorteil konnte sich niemand erspielen, so dass die Partie nach gut 30 Zügen remis gegeben wurde. Marcel Gérard (Brett 1) versuchte mit einem Qualitätsopfer aktives Spiel zu generieren, doch gegen die gegnerische Verteidigung gab es kein Durchkommen; der Gegner gab das Material im richtigen Moment zurück und verstärkte seine Stellung, so dass Marcel schließlich kurz vor der Zeitkontrolle aufgab.  

Hauke Schiemann (Brett 2) spielte eine durchgehend ausgeglichene Partie, und nach einer größeren Abtauschaktion waren keine seriösen Gewinnmöglichkeiten mehr zu sehen, so dass die Partie remis gegeben wurde. Thorsten Kosfeld (Brett 6) erspielte sich im Mittelspiel einen marginalen Positionsvorteil und besaß im Endspiel einen Mehrbauern, doch trotzdem war die Stellung remis, und die Partie endete mit einer Punkteteilung durch Zugwiederholung.

Simon Schröder (Brett 7) kam im hochkomplizierten Mittelspiel unter Druck,  hielt die Partie aber lange offen. Schließlich ermöglichte ein ungenauer Königszug einen gegnerischen Doppelangriff, der zu entscheidendem Materialverlust führte. Damit hatten die Gastgeber den Kampf denkbar knapp mit 4,5 : 3,5 gewonnen, doch das „Soll“ hatte unter Team schon vor diesem Spieltag mehr als erfüllt.