Serie gerissen – Zweite verliert beim Tabellenführer

Jetzt hat es die 2. Mannschaft erwischt: nach 20 Mannschaftskämpfen ohne Niederlage wurde die Serie durch eine knappe 3,5 : 4,5-Pleite beim SK Bielefeld III beendet. Dieser ging ohnehin als klarer Favorit an die Bretter und hatte neben der Tabellenführung auch ein DWZ-Plus von durchschnittlich rund 120 Punkten aufzuweisen. Doch der Klassenneuling aus Soest zeigte erneut eine starke Leistung und hätte mit etwas mehr Glück auch durchaus einen oder beide Punkte mitnehmen können.

Hermann Greving (Brett 3) brachte uns in Führung; für ein Bauernopfer in der Eröffnung bekam er aktives Spiel, und nach einem ungenauen Verteidigungszug räumte er die gegnerischen Bauern auf dem Damenflügel ab und stand vor weiterem Materialgewinn, so dass der Gegner aufgab. Marvin Müller (Brett 8) opferte nach guter Eröffnung seine Dame mit der Idee, anschließend via Springergabel die gegnerische Queen abzuholen, doch diese konnte sich mit einem Zwischenschach retten, und angesichts des Materialnachteils bliebt Marvin nur die Aufgabe.

Am zweiten Brett von Hauke Schiemann gab es eine von beiden Spielern fehlerfrei geführte Partie, die bis ins Turmendspiel hinein ausgeglichen blieb und folgerichtig remis gegeben wurde. Auch am vierten Brett erspielte sich niemand einen signifikanten Vorteil; zwar hatte Silas Schlüter hier im Endspiel einen vorgerückten Freibauern, doch dieser war zuverlässig blockiert, so dass beide Spieler nichts Besseres hatten als die Züge zu wiederholen und damit das Remis zu forcieren.

Dann ging Bielefeld in Führung; Marcel Gérard (Brett 1) verlor bei einer komplizierten Abwicklung einen Bauern, und das anschließende Turmendspiel war für den Gegner wegen zwei verbundener Freibauern im Zentrum gewonnen. Inzwischen hatte  Thorsten Kosfeld (Brett 6) in einem zunächst ausgeglichenen Damenendspiel zwei Bauern verloren, kämpfte 30 Züge lang unverdrossen für eine fast verlorene Sache – und wurde  belohnt. Denn der Gegner versäumte es, den Sack zuzumachen, und konnte schließlich dem Dauerschach nicht mehr entkommen, so dass der Punkt  geteilt wurde.

Eine zeitweise dramatische Partie gab es am siebten Brett zu sehen; Simon Schröder bekam eine komplizierte Stellung mit beiderseitigen Chancen auf das Brett, doch in Zeitnot griff er fehl und verlor spielentscheidendes Material, so dass Bielefeld mit 4,5 : 2,5 in Führung ging. Den Schlusspunkt setzte dann Hendrik Hündlings (Brett 5), der den Gegner zunächst auf dem Damenflügel unter Druck setzte und einen Läufer gewann. Der Bielefelder versuchte es mit einigen Schachgeboten, und als die ihm ausgingen, hatte er Hendriks Schlussangriff nichts mehr entgegenzusetzen und wurde mattgesetzt.