RL: Herbe Niederlage in Lieme

Wieder einmal hatte unsere Erste mit Aufstellungsproblemen zu kämpfen; aus dem zwölfköpfigen Kader standen gerade einmal vier Spieler zur Verfügung, so dass beim Gastspiel gegen den Regionalliga-Tabellenführer SF Lieme II zwei Bretter nicht besetzt werden konnten und mit Thorsten Kosfeld sowie Simon Schröder erneut zwei Spieler aus der 2. Mannschaft aushelfen mussten. So konnte die deutliche 1,5 : 6,5-Niederlage beim designierten Aufsteiger denn auch niemanden überraschen. 

Der Kampf begann mit einem frühen Remis von Guido Hügel (Brett 4), wo nach 20 Zügen eine völlig ausgeglichene Stellung auf dem Brett stand. Viktor Dongash (Brett 5) kam schlecht aus der Eröffnung, verlor nach einem Fehlzug eine Qualität und anschließend noch zwei Bauern; das nach erzwungenem Abtausch aller Figuren verbliebene Bauernendspiel war aussichtslos, so dass Lieme auf 3,5 : 0,5 erhöhte. Kurz danach war der Mannschaftskampf bereits entschieden, denn Thorsten Kosfeld (Brett 7) verlor nach guter Eröffnung durch einen ungenauen Zug im Mittelspiel einen Bauern und übersah dann einen Doppelangriff, der ihn eine Leichtfigur kostete.

Auch Simon Schröder (Brett 8) kam gut aus der Eröffnung, doch im Mittelspiel bekam der Gegner einen starken Angriff, der auch mit einem Entlastungsopfer nicht abzuwehren war und schließlich zur Aufgabe führte.

Den einzigen Lichtblick gab es aus Soester Sicht am ersten Brett zu sehen, wo Tobias Tscheuschner seine Saisonbilanz auf „5,5 aus 7“ verbesserte – und das gegen die Top-Spieler der Liga. Die Partie war lange ausgeglichen, doch nach zwei ungenauen Zügen des Liemer Spielers stellte Tscheuschner eine Mattdrohung auf, die nur unter Figurenverlust abzuwenden war und den Gegner zur Aufgabe veranlasste. Thomas Enste (Brett 6) hatte ebenfalls eine lange Zeit ausgeglichene Partie auf dem Brett, doch eine Fehlentscheidung in schwieriger Stellung erlaubte dem Gegner einen starken und letztlich zum Matt führenden Angriff.

Am nächsten Spieltag spielen die Soester gegen den Tabellenletzten SG Kirchlengern, und mit einem Sieg wäre der Klassenerhalt gesichert. Dafür müsste das Team aber mit „voller Kapelle“ antreten, denn Kirchlengern wird keine Geschenke verteilen.