RL: Erste gewinnt gegen die Blauen Springer!

Am 8. Spieltag der Regionalliga OWL erkämpfte sich unsere Erste einen wichtigen 5 : 3-Heimsieg gegen die 2. Mannschaft des SK Blauer Springer Paderborn. Dank eines jetzt ausgeglichenen Punktekontos ist das Team dem Klassenerhalt ein gutes Stück näher gekommen (das Liga-Orakel veranschlagt die Chancen auf 95,6%😉) und in der Tabelle an den Gästen aus Paderborn vorbeigezogen.

Wir erwischten den besseren Start und gingen mit 3 : 0 in Führung. Roland Breker (Brett 2) gewann bereits in der Eröffnung dank eines gegnerischen Fehlzugs eine Leichtfigur und wickelte in ein klar gewonnenes Endspiel ab, das sich der Gegner nicht mehr zeigen ließ. Martin Koch (Brett 5) kam in der Eröffnung unter Druck, doch der Gegner brachte sich mit einem zu optimistischen Zug selbst in Schwierigkeiten und gab nach dem Verlust eines Bauern und eines Springers auf. Anschließend verbesserte Viktor Dongash (Brett 7) seine Saisonbilanz auf hervorragende „5 aus 6“. Er nutzte die heterogenen Rochaden für einen Bauernsturm auf dem Königsflügel, und gegen den durch Schwerfiguren und Springer unterstützten Angriff fand der Gegner schließlich keine ausreichende Verteidigung mehr; seine Dame war nicht mehr zu retten, und erste Mattmotive tauchten auf, so dass der Paderborner das Handtuch warf.

Entschieden war aber noch nichts, denn jetzt punktete Paderborn und schaffte sogar noch den Ausgleich. Zunächst unterlag Guido Hügel (Brett 6), der durch kleine Ungenauigkeiten eine schwierige Stellung bekam und einen Läufer verlor. Zwar hatte er dafür zwei verbundene Freibauern, doch diese fielen nacheinander den aktiven gegnerischen Figuren zum Opfer, und das Endspiel war für den Paderborner leicht gewonnen. Thomas Enste (Brett 8) bekam eine von beiderseitigen Attacken und taktischen Einschlägen geprägte Partie aufs Brett, verlor dabei allerdings Material und gab kurz vor dem Matt auf. Sören Keßler (Brett 3) kam mit einer Minusqualität aus der Eröffnung; er erhielt dafür zeitweise etwas Gegenspiel, das aber als Kompensation nicht ausreichte, und nach weiterem Materialverlust gab er auf.

Beim Stand von 3 : 3 hatte Matthias Seibt (Brett 3) nach einem lebhaften Mittelspiel ein Leichtfigurenendspiel mit einem Mehrbauern auf dem Brett, und der wurde nach dem Abtausch der letzten Leichtfiguren zum Matchwinner, weil er schneller war als der gegnerische Kollege, so dass diese Partie nach fast 60 Zügen gewonnen war.

Für den Mannschaftssieg reichte somit ein Remis am Spitzenbrett von Tobias Tscheuschner, und danach sah es auch lange aus. Nach knapp 40 Zügen stand ein ausgeglichenes, aber hoch kompliziertes Endspiel auf dem Brett, und nach einer Fehlentscheidung der Paderborner Spielerin im 56. Zug konnte sich Tobias einen Halbzug eher seine neue Dame holen, mit dieser den letzten gegnerischen Bauern abholen und anschließend alles abtauschen, so dass ihm der letzte Bauer auf dem Brett den Sieg sicherte.