Am 7. Spieltag der Regionalliga OWL stand für die 1. Mannschaft ein schweres Auswärtsspiel beim Brackweder SK an, der im Gegensatz zu uns alle Stammspieler aufbieten konnte und deshalb mit einem klaren DWZ-Plus in die Begegnung ging. Wir konnten diesmal immerhin mit Unterstützung aus der „Zweiten“ alle acht Bretter besetzen und die Begegnung schließlich überraschend deutlich mit 5,5 : 2,5 gewinnen. Damit konnte die Truppe zwei im Kampf um den Klassenerhalt ganz wichtige Mannschaftspunkte einfahren!
Zum Auftakt gab es ein Remis von Guido Hügel am vierten Brett, wo nach 15 Zügen schon die meisten Figuren abgetauscht und keine Gewinnansätze mehr ersichtlich waren. Viktor Dongash (Brett 5) sorgte für die Soester Führung; sein Gegner setzte auf einen Königsangriff und opferte dafür einige Bauern, doch der Angriff verpuffte, und das Endspiel mit vier Minusbauern war nach erzwungenem Damenabtausch hoffnungslos.
Hermann Greving (Brett 7) erhöhte auf 2,5 : 0,5; er bekam nach einem Fehlzug im Mittelspiel Probleme, hielt aber die Stellung zusammen, und der Gegner überzog seinen Angriff mit einem Figurenopfer, das mit einigen genauen Verteidigungszügen widerlegt werden konnte. Am Spitzenbrett konnte Tobias Tscheuschner die Führung ausbauen; er kam schlecht aus der Eröffnung, doch im Mittelspiel griff der Gegner bei einer komplizierten taktischen Abwicklung fehl, hatte dann gegen einen starken Königsangriff und einen gefährlichen Freibauern auf dem anderen Flügel keine ausreichende Verteidigung mehr und wurde mattgesetzt.
Hendrik Hündlings (Brett 8) erhöhte auf 4,5 : 0,5; ein Königsangriff brachte ihm eine Mehrfigur ein, und den Vorteil verwertete er souverän zum Partiegewinn. Roland Breker (Brett 2) hatte inzwischen ein Turmendspiel mit einer Mehrfigur erreicht, doch diese reichte, nachdem alle eigenen Bauern vom Brett waren, nicht zum Partiegewinn, so dass die Partie remis gegeben wurde.
Eine dramatische Partie gab es am sechsten Brett von Thomas Enste (Brett 6) zu sehen, der nach 20 Zügen Materialvorteil und eine Gewinnstellung hatte, aber im Variantengestrüpp den Gewinnweg nicht fand; der Gegner kam in die Partie zurück und gewann rund 15 Züge später durch eine Springergabel spielentscheidendes Material. Inzwischen stand auch bei Martin Koch (Brett 3) ein Endspiel auf dem Brett, das angesichts der Materialverteilung – Turm gegen zwei Leichtfiguren bei jeweils noch zwei Bauern – für beide Spieler keine Gewinnchancen mehr bot und deshalb remis gegeben wurde.
