BL: Keine Punkte für Soest

Dem Risiko, mit zwei Mannschaften in der Bezirksliga Hellweg zu spielen, mussten wir am 6. Spieltag der Bezirksliga Tribut zollen, denn die dritte Mannschaft bekam eine Woche nach ihrem Nachholspiel gegen Lippstadt nicht genug Spieler an die Bretter und musste die Punkte kampflos dem SK Delbrück II überlassen.

Währenddessen unterlag die vierte Mannschaft beim SK Königsspringer Wewelsburg mit 3 : 5 und erreichte damit angesichts der deutlichen DWZ-Überlegenheit der Gastgeber ein respektables Ergebnis.

Michael Quernheim (Brett 8) kam  bei seinem ersten Saisonspiel nach einer ausgeglichenen  Partie zu einem Remis. Nicolas Gadhöfer (Brett 6) brachte unser Team in Führung; bei einer Kombination gewann er eine Qualität und bekam einen weit vorgerückten Freibauern. Im Endspiel erzwang der durch Rückgabe der Qualität die Umwandlung des Bauern.

Felix Bumstein (Brett 7) hatte lange eine ausgeglichene Partie auf dem Brett, doch nach einem Fehlzug im Endspiel erreichte der letzte auf dem Brett befindliche Bauer des Gegners das Umwandlungsfeld und wurde so für den Gegner zum Matchwinner. Damit war der Kampf schon fast gelaufen, denn an den oberen Brettern hatten wir uns von vornherein kaum Chancen ausgerechnet. Mannschaftsführer Markus Flüchter (Brett 1) geriet am Königsflügel nach einem Bauernvorstoß  in Bedrängnis und musste nach einer Turmverdopplung seines Gegners auf der H-Linie alsbald aufgeben. Ähnlich erging es Gunnar Herppich (Brett 2), der immer mehr in Nachteil kam und schließlich die Waffen streckte.

Anschließend holte Richard Müller (Brett 3) in einer lange umkämpften Partie ein weiteres Remis; er kam mit Raumvorteil aus der Eröffnung, übersah dann einen möglichen Qualitätsgewinn und musste die Stellung im Endspiel gegen das nun druckvolle Spiel des Gegners verteidigen – was ihm gut gelang, so dass das nach Abtausch der letzten Türme verbleibende Läuferendspiel schließlich remis gegeben wurde. Jannes Kiner (Brett 4) stemmte sich bei seinem Comeback lange gegen die drohende Niederlage, doch sein Gegner heimste zwei Bauern ein und verwertete den Vorteil.

Für den Endstand von 3 : 5 sorgte dann Martin Ruf (Brett 5), der im Mittelspiel einen Bauern gewann. Der blieb im Turmendspiel als einziger Bauer auf dem Brett und marschierte nach vorn, während der gegnerische König auf Distanz gehalten wurde. Martin behielt die Übersicht (siehe Foto unten) und stand vor der Bauernumwandlung, was sich der Gegner nicht mehr zeigen lassen wollte.